Magdalena Kaszuba

2.5.2022 (Mo.) • 19:00
Stadtbücherei Bochum
Gustav-Heinemann-Platz 2-6 • 44787 Bochum
Parken vor Ort: P3 am Rathaus • Bahn: U35 bis „Bochum Rathaus (Nord)“

Religion in der Grafischen Literatur 
Magdalena Kaszuba (Hamburg): Das leere Gefäß
Künstlergespräch • Q&A • Signieraktion
Moderation: Tillmann Courth

Vor-Ort-Kasse: € 6 • erm. € 4
Limitierte Publikumszahl • Anmeldung: BuechereiVeranstaltung@bochum.de
Einlass gemäß Covid-Bestimmungen

2018 | Das leere Gefäß • avant-verlag

Wie nimmt ein kleines Mädchen den katholischen Glauben wahr? Was empfindet es im Angesicht eines übergroßen Altars, vor dem ein Vertreter Gottes über den Zorn des Allmächtigen spricht? Was macht so etwas mit einem jungen Kind?
Die Hamburger Künstlerin Magdalena Kaszuba verarbeitet in Das leere Gefäß den Verlust ihrer geistigen Heimat, der polnischen katholischen Kirche.

Bei einem Spaziergang durch die kalte deutsche Hafenstadt lässt sie die prägenden Einflüsse ihrer Kindheit Revue passieren: die polnische Ostsee, ihre streng katholische Großmutter, die Beichte vor der Kommunion und ihre Abkehr von alldem. Kaszuba bedient sich dafür einer einprägsamen Bildsprache, Detailansichten in traumartigen Aquarellfarben und schimärenhaften Sequenzen. Dabei entsteht eine eindrucksvolle Erzählung, die klein und unscheinbar wirkt, und sich gleichzeitig mit den großen und wichtigen Fragen des Geistes befasst.

Ausgezeichnet mit dem Förderpreis 2017 der Hans-Meid-Stiftung.

Pressestimmen

Mit ihrer Graphic Novel „Das Leere Gefäß“ legt sie nicht nur ein bildstarkes Debüt hin, sondern auch die intime Analyse einer bedrückenden Religionsauslegung.“ – Andrea Heinze, deutschlandfunk.de

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Zum Moderator: Tillmann Courth

Als Schüler schon angefixt von MAD, ZACK und ersten Nachdrucken klassischer Comics hat Tillmann Courth dann doch studiert und einen Magistergrad in Kommunikationsforschung und Germanistik an der Universität Bonn erworben (nicht gekauft).
Nach einigen Jahren als Kulturjournalist trieb es ihn auf die Bühne, wo er 13 Jahre lang als Conférencier und Kabarettist wirkte.
Seit 2011 widmet sich Courth als Blogger der journalistischen Aufarbeitung des (seiner Meinung nach) spannendsten Kapitels der Comic-Geschichte: die frühen 1950er-Jahre im US-amerikanischen Comic. Dort speziell die Geburt und chaotische Kindheit der Horror-Comics. Die daraus resultierende Webseite Fifties Horror ist noch online (fifties-horror.de).
Aktuell betreibt er den Comic- und Kulturblog: tillmanncourth.de