Jan Feindt

3.5.2021 (MO) • 19:00 Uhr
Stadtbücherei Bochum
Gustav-Heinemann-Platz 2-6 • 44787 Bochum
Parken vor Ort: P3 am Rathaus • Bahn: U35 bis „Bochum Rathaus (Nord)“

Jan Feindt (Der Mueller Report Illustriert • Weisse Wölfe)
Künstlergespräch • Q&A • Signieraktion • Moderation: Tillmann Courth

Abendkasse: € 4 / erm. € 2 (inkl. Sektempfang)
Begrenzte Publikumszahl, daher Anmeldung erforderlich bei: ticket@gralinen.de
Bitte mit Mund-Nasen-Schutz zu den Terminen erscheinen.

Der Mueller Report Illustriert – Eine Recherche (2020), CORRECTIV Verlag

Dieser illustrierte Bericht geht auf Recherchen der Washington Post zurück. Gezeichnet von Jan Feindt macht er Ermittlungen des US-Sonderermittlers Robert S. Mueller III. anschaulich. Erst durch diesen Report wird klar, in welchem Ausmaß Donald Trump, der Präsident der Vereinigten Staaten, in kriminelle Machenschaften verstrickt ist.

Als der Mueller Report 2019 veröffentlicht wurde, gingen seine wesentlichen Inhalte in einer gewaltigen Propaganda-Schlacht unter. Dabei hatte Robert Mueller eine wichtige Arbeit vorgelegt. Er fand zwar keine Beweise für eine organisierte Zusammenarbeit der Trump-Kampagne mit russischen Agenten, dennoch bewies Mueller eine systematische Einflussnahme aus dem Reich Putins auf den Ausgang der US-Wahlen. Eine ausländische Kraft hatte mitbestimmt, wer US-Präsident wurde.

Die entscheidende Frage allerdings ließ Sonderermittler Robert Mueller offen: Hat Präsident Trump das Gesetz gebrochen, mit seinem Versuch, die Arbeit des Ermittlers zu behindern?

Das Buch „Der Mueller Report Illustriert“ gibt einen tiefen Blick in das Innenleben des Weißen Hauses unter Präsident Trump, in dessen Psyche und dessen Ängste. Er ist das Ergebnis einer akribischen, kriminalistischen Arbeit.

Pressestimmen

eine Graphic Novel, die die Recherchen verständlich aufbereitet“ – web.de

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Weisse Wölfe – Eine grafische Reportage über rechten Terror (2015), CORRECTIV Verlag • Ausgezeichnet mit dem Deutschen Reporterpreis 2015

Das CORRECTIV-Netzwerk mit ihren zentralen in Essen und Berlin hat in dieser aufwändigen Recherche der Idee und den Strukturen hinter der Terrorserie des „Nationalsozialistischen Untergrundes“ (NSU) nachgespürt. Der federführende Journalist David Schraven arbeitete in diesem Zusammenhang heraus, dass die Stadt Dortmund tief im Ruhrgebiet eine der vitalsten Neonazi-Szenen Deutschlands hat. Die Gewalttäter haben hier Familien aus ihren Häusern vertrieben. Sie haben im Laufe der Jahre mehrere Menschen umgebracht, sind mit Fackeln vor Flüchtlingsheime gezogen, haben Journalisten Todesanzeigen geschickt. Aber das besonders Schockierende: Diese Terrorbande war bis vor Kurzem weitgehend unbekannt in Deutschland, obwohl international tätig und Taktgeber der Szene …

Den Vorhang des Schweigens zu lüften und den Blick auf NRW zu richten, das hat sich diese über 200 Seiten starke Comic-Reportage vorgenommen, die eindrucksvoll von Jan Feindt illustriert und in der Folge zurecht mit dem Deutschen Reporterpreis ausgezeichnet wurde.

Pressestimmen

demonstriert, was Comic-Journalismus kann“ – Marie Schröer, tagesspiegel.de
„eine Spurensuche nach verdeckten Symbolen und Zusammenhängen in der rechten Szene nach der Wende“ – Michael Pilz, welt.de
„eine Comicreportage über den rechten Terror“ – deutschlandfunk.de
„David Schraven recherchierte für seine grafische Reportage in Dortmunds Nazi-Szene. Sein Ergebnis: Der NSU war nicht die einzige Terrorzelle.“ – Robert Otto, nwzonline.de

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Zum Moderator: Tillmann Courth

Als Schüler schon angefixt von MAD, ZACK und ersten Nachdrucken klassischer Comics hat Tillmann Courth dann doch studiert und einen Magistergrad in Kommunikationsforschung und Germanistik an der Universität Bonn erworben (nicht gekauft).
Nach einigen Jahren als Kulturjournalist trieb es ihn auf die Bühne, wo er 13 Jahre lang als Conférencier und Kabarettist wirkte.
Seit 2011 widmet sich Courth als Blogger der journalistischen Aufarbeitung des (seiner Meinung nach) spannendsten Kapitels der Comic-Geschichte: die frühen 1950er-Jahre im US-amerikanischen Comic. Dort speziell die Geburt und chaotische Kindheit der Horror-Comics. Die daraus resultierende Webseite Fifties Horror ist noch online (fifties-horror.de).
2014 steigt Courth beim Portal Comicoskop ein und erweitert sein Spektrum auf alle Spielarten der Neunten Kunst. Des Weiteren betreibt er den Kulturblog tillmanncourth.de und ist Redakteur beim Fachmagazin Comixene.