Brösel

„Brösels Weg führte vom autodidaktischen Comicerzähler, von ersten Veröffentlichungen in der „Pardon“ bis zum Bestseller-Autor, der seinen Werner in Blockbustern auf der Leinwand sehen konnte. Ein Weg mit Untiefen und finanziellen Turbulenzen, aber mit seinem Werner kann er offenbar noch gut! Nordlichter gelten ja als mundfaul – aber sicher nicht Rötger Feldmann, der die Republik jahrelang nebenbei mit Kalauern und flotten Sprüchen versorgte.“ – Aus dem Leben, SR 3

4.10.2021 (MO) • 19:00 Uhr
Stadtbücherei Bochum
Gustav-Heinemann-Platz 2-6 • 44787 Bochum
Parken vor Ort: P3 am Rathaus • Bahn: U35 bis „Bochum Rathaus (Nord)“

Brösel (Werner • Werner Extrawurst)
Künstlergespräch • Q&A • Signieraktion • Moderation: Tillmann Courth

Abendkasse: € 4 / erm. € 2
Begrenzte Publikumszahl, daher Anmeldung erforderlich bei: ticket@gralinen.de
Bitte mit Mund-Nasen-Schutz zu den Terminen erscheinen.

Werner Extrawurst (2020+), BröseLine Verlag

Nach (vorläufig) 13 regulären „Werner“-Bänden (1981-2018) startet der Bröseline Verlag 2020 die „Werner Extrawurst“-Reihe. Der 2. Band „Brösels Früh-Anarchologie“ soll druckfrisch zur Gralinen-Veranstaltung erscheinen. Alle Geschichten erscheinen feinsäuberlich vom Meister übergearbeitet und in HDO-Druckqualität.

Band 1: In der Weltgeschichte gibt es viele große Rivalitäten: Michael Schumacher und Damon Hill, David und Goliath, Stones- und Beatles-Fans, Caesar und die Gallier, Hase und Igel. Und dann gibt es da noch Brösel und Holgi. Aus ihrer Rivalität wird 1988 ein echtes Rennen mit etwa 250.000 Besucherinnen und Besuchern. 2004 und 2018 setzt sich der Wahnsinn fort. Im neuen Band WERNER – DAS RENNEN wird die gesamte Geschichte in Wort und Bild auf 170 Seiten umfangreich be- und durchleuchtet.

Band 2: Jeder verbindet Comiczeichner Brösel mit seiner Figur Werner. Doch schon in der Prä-Werner-Zeit kommt es aufgrund einer sechsjährigen Arbeitslosigkeit und einer ständigen Residenz in einem Bermudadreieck aus drei Kneipen zu kreativen Höchstleistungen. Die Themen Konsumterror, politische Willkür und Gewaltfantasien gegenüber Ordnungshütern spielen eine zentrale Rolle in Brösels Frühwerk. Hinzu gesellt sich ein prüfender Blick hinter die scheinbar heile Fassade des Bürgertums und eine Abhandlung über die Vorzüge des Nicht-Arbeitens. Zahlreiche der im Satire-Magazin „Pardon“ veröffentlichten Arbeiten sowie einige gänzlich unveröffentlichte Comics sind hier erstmals vernünftig versammelt und zeigen, dass viele der damals behandelten Themen noch heute brandaktuell sind.
Ein besonderes Kapitel bilden die Episoden der Reihe „Die Bakuninis“. Diese erscheinen erstmals komplett. Auch der Einblick in die früheste Schaffensphase von Brösel dürfte die Herzen der Fans höher Schlagen lassen. Comics, die noch mit seinem bürgerlichen Namen R. Feldmann signiert sind, zeugen von Anarchistentum bis ins Mark und einem Hauch zu viel Zeit während der Lehrzeit. Ob Politiker oder Lehrherr – vor Brösels Strich ist niemand sicher!

Pressestimmen

„ein Mix aus Comic und Dokumentation, gespickt mit vielen Fotos“ – kn-online.de

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Zum Moderator: Tillmann Courth

Als Schüler schon angefixt von MAD, ZACK und ersten Nachdrucken klassischer Comics hat Tillmann Courth dann doch studiert und einen Magistergrad in Kommunikationsforschung und Germanistik an der Universität Bonn erworben (nicht gekauft).
Nach einigen Jahren als Kulturjournalist trieb es ihn auf die Bühne, wo er 13 Jahre lang als Conférencier und Kabarettist wirkte.
Seit 2011 widmet sich Courth als Blogger der journalistischen Aufarbeitung des (seiner Meinung nach) spannendsten Kapitels der Comic-Geschichte: die frühen 1950er-Jahre im US-amerikanischen Comic. Dort speziell die Geburt und chaotische Kindheit der Horror-Comics. Die daraus resultierende Webseite Fifties Horror ist noch online (fifties-horror.de).
2014 steigt Courth beim Portal Comicoskop ein und erweitert sein Spektrum auf alle Spielarten der Neunten Kunst. Des Weiteren betreibt er den Kulturblog tillmanncourth.de und ist Redakteur beim Fachmagazin Comixene.